Metallerzeugung

Integrierter Umweltschutz in der Metallerzeugung

Deutschland ist einer der größten Metallerzeuger und -verwender der Welt. Metalle sind unverzichtbar für die industrielle Produktion im Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau, in der Energietechnik, Bauwirtschaft sowie im Schiffs- und Eisenbahnbau. Moderne Anwendungen finden sich in der Luft- und Raumfahrt, in der Medizin-, Informations- und Kommunikationstechnik. Zur metallerzeugenden und -verarbeitenden Industrie gehören die Eisen- und Stahlindustrie, die Nicht-Eisen (NE)-Metallindustrie und die Gießereiindustrie.

Bei der Erzeugung von Eisen, Stahl und NE-Metallen werden große Mengen an Energie, Roh- und Hilfsstoffen benötigt, und es fallen erhebliche Mengen an Reststoffen an. Viele Reststoffe werden bereits verwertet, dennoch wird noch immer ein gewisser Anteil deponiert. Eine wesentliche Umweltbelastung ist auch die Freisetzung von Feinstäuben und anderen Luftemissionen. Bei hydrometallurgischen Prozessen werden außerdem hohe Mengen an Wasser und Chemikalien verbraucht und zusätzliche Luft- und Wasseremissionen fallen an.
Durch die öffentliche Förderung dieses Schwerpunktes durch das BMBF wurden in den letzten Jahren folgende Ziele erreicht:
  • Erhöhung der Ressourcen- und Energieeffizienz und Minderung von Emissionen durch integrierte technische Verbesserungen von Anlagen und Verfahren sowie durch Reduzierung von Prozessstufen
  • Entwicklung von neuen Verfahren zur Aufbereitung und Verwertung von Schrotten und Reststoffen der Metallerzeugung zur Verbesserung der Kreislaufwirtschaft.
  • Schließung von innerbetrieblichen sowie materialspezifischen, betriebsübergreifenden Stoffkreisläufen.
  • Minimierung von Luftemissionen (speziell Feinstäube) sowie Reduzierung des Wasserverbrauchs durch Kreislaufführung von Prozesswässern.